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Schlosspark Laubach

... im Stadt-Netzwerk Laubach , Grünberg



„Der Schlosspark in Laubach ist als englischer Landschaftsgarten angelegt und bildet die Kulisse für eine ganze Reihe – weit über die Stadtgrenzen hinaus – bekannter Veranstaltungen wie dem Laubacher Lichterfest, dem „Blues-, Schmus + Apfelmus“-Festival, den Schlossparkkonzerten und vielem mehr. Zudem führt eine „Poesie-Runde“ durch den Park und über den angrenzenden Ramsberg (ab Frühsommer 2018) und beim Schlosspark-Rundgang lernt man die botanischen Besonderheiten inklusive Mammutbaum, Schwarzkiefer und vielem mehr kennen (voraussichtlich ab Sommer 2018). Im Park laden bequeme Liegebänke, versteckte Ecken und Spielgeräte zum Ausspannen, Entdecken, Bummeln und Spielen ein“.

Der eigentliche Schlossgarten war ursprünglich sehr viel kleiner als der heutige Schlosspark. Er umfasst ungefähr den Bereich des heutigen privaten sogenannten "Obergartens". 1733 finden wir die Bezeichnung "Herrschaftlicher Lustgarten", 1805 "Hofgarten zu Laubach". Im Frühjahr 1719 wurden vier Bronzeringe im Obergarten gefunden die aus der älteren Latene-Zeit stammen (ca. 450 vor Chr.) Natürlich hatte der Fund noch nichts mit der späteren Siedlung Laubach zu tun, noch weniger mit der später dort errichteten Burg bzw. dem späteren Schloss der Grafen zu Solms-Laubach. Er beweist lediglich, dass unsere Gegend schon früh besiedelt war, was auch andere Funde zeigen.

Im Jahre 786 ist die erste Erwähnung Laubachs als Siedlung belegt ("Die drei Hof und die 300 Morgen Land"). Ein kleines Bronzekruzifix aus dem 12. Jahrhundert wurde 1717 im Schlossgartenbereich gefunden. Im Nordzwinger, dem "hinteren Schlosshof', wo sich heute das Rosenrondell befindet, sind noch zwei Brauereikeller in Spuren vorhanden, über denen sich das herrschaftliche Brauhaus von 1721 bis 1873 erhob. Schon 1422 wurde den Laubacher Bürgern erlaubt "Bier zu brauen". Eine Brauordnung stammt aus dem Jahre 1548 (außer dieser im Nordzwinger gab es noch andere Brauereien in Laubach).

Die doppelte Treppe am Rand des nördlichen Innenhofes mit dem Denkmal des Grafen Friedrich Ludwig Christian zu Solms-Laubach (1769 - 1822) wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Sie leitet über von der Innenhofterasse zu dem nördlichen Zwinger, von dem die große Schlossparkchaussee (etwa 1850 gebaut) ihren Ausgang nimmt. An ihr entlang befinden sich 17 runde Steine, die aus dem 20 Kilometer entfernten Kloster Arnsburg stammen, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach der Auflösung des Klosters zu Laubach gekommen war. Vier weitere dieser Steine befinden sich zu Füßen des oben genannten Denkmals.

Der Schlossgarten wurde im 19. Jahrhundert stark verändert. Um 1870 wurde die "gräfliche Ökonomie" aufgelöst. Dazu gehörten auch die Ländereien unterhalb (nördlich) des seitherigen Schloss- oder Hofgartens, der dadurch entscheidend vergrößert wurde. So entstand das Gelände des heutigen Schlossparks. Der weitere, mehr außenliegende Landbesitz wurde verpachtet oder verkauft. Ein glücklicher Umstand kam dem Schlossgarten im Stil eines "englischen Landschaftsgartens" zustatten und schuf die heute noch bewunderte pflanzliche Artenvielfalt: Graf Hermann Maximilian zu Solms-Laubach, geb. 1842, war Botanik-Professor an der Universität Göttingen und maßgeblich beteiligt an der Erweiterung und Gestaltung des Schlossgartens.

Auch der seitherige "Obergarten", ursprünglich ein Hofgarten im "französischen Stil", wurde aufgelockert und umgestaltet. Ursprünglich gab es im Schlossparkgelände sieben Teiche, die der Verteidigung in diesem mauerlosen Bereich dienten. Der Schwanen- und der Inselteich sind heute noch davon übrig. Die frühere Untermühle im westlichen Bereich des Parks (Eingang von der Giessener Strasse), einst betrieben vom Bach "Laubach", der aus dem Tiergärtner- Teich zufließt, wurde 1587 von Graf Johann Georg erbaut.

Das an der Hausseite Richtung Stadt erkennbare sogenannte "Allianz-Wappen" zeigt die Wappen der Adelshäuser Solms und Schönburg. Wir finden es in identischer Form auch am Grimansbrunnen in der Altstadt. Es wurde Ende des 16. Jahrhunderts hier und am Brunnen zu Ehren der Hochzeit eines Solmser Grafen mit einer geborenen "zu Schönburg" erstellt.

1832 wurde die Mühle stillgelegt und diente seither mannigfaltigen anderen Zwecken, darunter Anfang des 20. Jahrhunderts als Casino der "höheren Gesellschaft", später als Jugendherberge und heute als Wohnhaus gräflicher Familienangehöriger. In der Nähe des Schlossgarten-Ausgangs zur "Gombach" hin finden sich zwei Brunnenbaulichkeiten (Kammer und Schacht) von 1585, die der Wasserversorgung des Grimansbrunnens dienten, der sich unterhalb der Stadtkirche befindet. Die Quellen und Rinnsale aus der "Gombach" speisten diese Anlage, die heute den Teichen und somit im späteren Verlauf der Wetter zufließen.

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Schlosspark Laubach

Am Schlosspark, 35321 Laubach, Deutschland

Adresse / Anfahrt

Am Schlosspark

35321 Laubach

Hessen

Deutschland

8.9922907

50.5452359


Öffnungszeiten:

Außerhalb von Sonderveranstaltungen ist der Schlosspark zu Laubach ganzjährig frei zugänglich.


Eintrittspreise:

Der Eintritt ist frei (ausgenommen eintrittspflichtige Sonderveranstaltungen)


Kontakt

Kultur- und Tourismusbüro Laubach

Bahnhofstraße 1

35321 Laubach

Tel. 06405 - 921321

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Bildnachweis

© Laubacher Tourismus und Service GmbH
Fotografen
Tobias Legat
Stephan Meckel
Georg Pimeisl
Bernd Schwarz
Richard Semmler
Markus Stiehl